Interview mit Gottfried Kopeinig -

Headgreenkeeper des GC Klagenfurt-Seltenheim & GPS Mitarbeier

All jenen Hobby-Gärtnern, die aus ihrer Wiese - die natürlich auch ihren Charme hat - einen gepflegten Rasen machen möchten und noch am perfekten „Rasen- Plan“ „tüfteln“, sollten die nachfolgenden Tipps und vor allem Experten-Know-how von Gottfried Kopeinig, Headgreenkeeper & GPS Mitarbeiter lesen...


Gottfried Kopeinig

Wir haben Gottfried Kopeinig zum Interview gebeten und ihm sein Profi-Wissen für Ihren perfekten Rasen für zu Hause entlockt. Eines sei vorweg gesagt: Wir könnten dieses Thema „hochwissenschaftlich“ aufbereiten und seitenweise über die richtige Rasenpflege schreiben - sehr spannend wieviel Know-How und Arbeit tatsächlich dahinter steckt. Letztendlich möchten wir dies dann aber doch den Experten - unseren Greenkeepern - überlassen und Ihnen mit diesem Bericht „Ihre Rasenarbeit“ erleichtern, damit Sie auch noch reichlich Zeit haben, um zahlreiche entspannte und erholsame Golfrunden auf den Golfplätzen der Murhof Gruppe genießen zu können.

Du bist nicht „nur“ Headgreenkeeper des GC Klagenfurt-Seltenheim, sondern auch Mitarbeiter der Firma GPS. Vielleicht möchtest du uns zum besseren Verständnis die Firma kurz näher erläutern.

Die Firma GPS wurde 1997 gegründet und ist ein Rasenspezialist und Dienstleistungsunternehmen für Golf- und Sportplatzpflege. „Männer der ersten Stunde“ sind die Murhof Gruppe Headgreenkeeper Alois Obendrauf und Alois Hermann. Bekannte Projekte sind beispielsweise der Bau des GC Bad Waltersdorf und die dauerhafte Platzpflege der Murhof Gruppe Golfanlagen. In Österreich betreuen wir mittlerweile 16 Golfplätze, verteilt auf Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und Tirol. Und auch auf einem Münchner Golfplatz sind unsere „Dienste gefragt.“

Wie kam es zu der Erweiterung auf die Betreuung von Sportplätzen?

Kurz und bündig: Weil unser Know-how und unsere Maschinen sowohl für Golfplätze als auch Fußballplätze optimal eingesetzt werden können. Es war also ein naheliegender Schritt, unser Geschäftsfeld zu erweitern. Alleine in Kärnten werden 15 Plätze mit Produkten versorgt, 10 davon mit Betreuung.

Und über die Dienstleistung seid ihr dann in die „Produktentwicklung“

gegangen?

Genau. Auch das war eine logische Konsequenz: Aus der jahrelangen Erfahrung der Golfplatzpflege hat die Firma GPS gemeinsam mit uns Murhof Gruppe Headgreenkeepern Qualitäts-Saatgut und Qualitäts-Rasendünger entwickelt, beides abgestimmt auf das heimische Klima. Seit 2014 verkaufen wir diese auch in praktischen Haushaltsmengen für den privaten Gebrauch. Praktisch auch deswegen, weil es in allen Clubsekretariaten der Murhof Gruppe erhältlich ist. Mitglieder der Murhof Gruppe sollten auch unbedingt die zwei Gutscheine des Panther Gutscheinheftes nutzen - sie sparen damit immerhin 30  %.  Wir haben jedenfalls schon viele positive Rückmeldungen erhalten und freuen uns natürlich sehr darüber.

Wie kam es zu der Erweiterung auf die Betreuung von Sportplätzen?

In den Gartencentern und Baumärkten gibt es eine Vielzahl von Saatgut und Düngerprodukten - für einen Laien nicht immer einfach, die richtige Wahl zu treffen. Wodurch unterscheidet sich das GPS-Saatgut vom GPS-Rasendünger? Was ist das Besondere an euren Produkten?

Wie gesagt: Wir haben das Saatgut jahrelang ausgetestet und weiterentwickelt und somit die optimale Gräsermischung für unser heimisches Klima zusammengestellt. Unser Saatgut ist dementsprechend strapazierfähig und robust. Im Gegensatz dazu sind die Mischungen in den Baumärkten und Gartencentern meistens schnellwüchsige Gräsersorten. Diese zeigen zwar auf den ersten Blick „schnellere“ Ergebnisse, sind aber weniger strapazierfähig und gegen Hitze und Trockenheit empfindlicher. Gemäß dem Motto „Gut Ding braucht Weile“ sollte man das langsamere Wachstum des GPS-Saatgutes gerne in Kauf nehmen. Man wird mit einem hochwertigen Rasen belohnt. Als ungefähren Richtwert für die benötigte Neueinsaat-Menge empfehle ich pro 100 m² rund 3 kg.

Wie verwandelt man nun seinen Rasen, um es etwas übertrieben zu formulieren, in ein perfektes Golf-Fairway?

Golf-Fairway wäre jetzt vielleicht wirklich ein etwas zu hoch gestecktes Ziel, aber das wichtigste für einen schönen, „vollen“ Rasen ist die Nährstoffversorgung: 3- bis 4-mal pro Jahr sollte man ausreichend düngen und auch auf den regelmäßigen Schnitt achten. Ideal wäre zweimal pro Woche zu mähen, wobei man sich realistischer Weise einmal pro Woche als Ziel setzen sollte - am besten, bevor es regnet. Außerdem sollte das Unkraut gezielt mit Spritzmittel beseitigt werden.

Bleiben wir noch kurz beim Düngen: Du sagst 3- bis 4-mal pro Jahr - wann ist der beste Zeitpunkt?

Grundsätzlich sollte man je nach Jahreszeit einen bestimmten Dünger verwenden. Wir empfehlen im Frühjahr und Herbst jeweils eine andere „spezielle Mischung“.

Kannst du uns auch bezüglich der benötigten Dünger- Menge einen ungefähren Richtwert geben?

Also unsere GPS-Langzeitdünger-Sack mit 20 kg ist für ca. eine Fläche von 600 bis 800 m² ausreichend. Am besten wird der Dünger mit einem sogenannten Schleuder- oder Tellerstreuer verteilt. Den gibt es in jedem guten Baumarkt für ungefähr 100 Euro und ist sicherlich eine sinnvolle Investition.

Und wenn es doch schon Rasenstellen gibt, wo auch das Düngen nicht mehr hilft?

Ist das auch kein Grund zum Verzweifeln: An schütteren Stellen kann ganz einfach nachgesät werden. Als Faustregel gilt hier: Pro 100 m² wird ca. 1 kg Saatgut benötigt. Deshalb sind neben unseren 10 kg Saatgut-Säcken in jedem Sekretariat der Murhof Gruppe auch handliche 1kg Säcke erhältlich.

Noch etwas wird viele unserer Leser interessieren: Stichwort vertikutieren: Wie wird das richtig gemacht?

Beim Vertikutieren, arbeitet man im Prinzip das alte Schnittgut heraus, entfernt den Rasenpilz und die liegenden Gräser werden mit einem Vertikalschnitt getrennt. Man verschafft der sogenannten Grasnarbe wieder Luft, damit die Graswurzeln besser „atmen“ und wachsen können - mit dem Ziel, einen volleren Rasen zu erlangen.

Wenn du uns jetzt noch den idealen Zeitpunkt verrätst, sollte es also mit dem Vertikutieren klappen!

Vertikutieren sollte man im Frühjahr - in der Vegetations- und Wachstumsphase. Einen Vertikutierer kann man sich in jedem Baumarkt kaufen oder ausleihen. Wichtig ist, dass man nicht zu früh vertikutiert. Der Rasen sollte bereits aktiv sein, ansonsten schädigt man die Grasnarbe zu stark und der Rasen benötigt zuviel Zeit, um die Beschädigung wieder zu beheben.

Säen, Düngen, Vertikutieren…Da kommen dann doch einige Arbeiten zusammen, die man richtig machen sollte. Wir hoffen jedenfalls mit diesem Interview, das ein oder andere Know-jow unseren Hobby-Gärtnern vermittelt zu haben und bedanken uns für das interessante Interview.

Gerne, hat mich sehr gefreut! Und sollte doch noch die eine oder andere „brennende Rasenfrage“ aufkommen, stehen unseren Mitgliedern und Golffreunden sicherlich meine Greenkeeper-Kollegen auf den restlichen Golfanlagen der Murhof Gruppe auch gerne mit „Rat und Tat“ zur Verfügung.


Wissenswertes kompakt zusammengefasst

• drei bis vier Mal pro Jahr ausreichend düngen

• ein Mal wöchentlich mähen (idealerweise immer vor prognostiziertem

Regen)

• ein Mal jährlich vertikutieren: Warum? Mit einem dafür vorgesehenem Vertikutierer die Grasnarbe eines Rasens aufreißen, um den Boden zu lockern.

Wann? Am besten im Frühjahr, aber erst in der Wachstumsphase, wenn der Boden schon aktiv ist.

Richtwerte GPS-Saatgut und Dünger:

Saatgut Neu-Einsaat: pro 100 m² - 3 kg Saatgut

Saatgut Nachsaat: Pro 100 m² - 1 kg Saatgut

Dünger: pro 100 m²  - 3 kg Dünger

GPS 20 kg Düngersack: ist für eine Fläche von 600-800 m² ausreichend

• am besten gedüngt wird mit einem Teller- oder Schleuderstreuer

nähere Informationen zur Firma GPS unter www.golfplatzservice.at


Preise

GPS-Saatgut

GPS-Dünger

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GPS - Golfplatzservice GMBH

GPS ist Ihr kompetenter Partner im Bereich Sanierung und Pflege von Sportplätzen sowie im Bau bzw. der Pflege von Golfplätzen. Bekannte Projekte sind beispielsweise der Bau des GC Bad Waltersdorf und die dauerhafte Platzpflege der Murhof Gruppe Golfanlagen.

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